70.3 Ironman World Championship Nizza 2026
Am 12/13 September fanden in Nizza die Weltmeisterschaften über die Halbdistanz im Triathlon statt.
Über 6500 Athleten haben sich dafür qualifiziert, dabei gilt es 1,9km zu schwimmen, 90km Radzufahren und einen Halbmarathon zu laufen.
Zuerst einmal ein großes Danke an die Omas, die die Kinderbetreuung übernommen haben, damit ich überhaupt die Möglichkeit dafür hatte. Es war ein etwas unglücklicher Zeitpunkt mit einem Schulanfänger Kind in der Volksschule und einmal Gymnasium, ich hatte einige Zweifel ob ich überhaupt fortfahren sollte, aber sie haben alles toll gemanagt. Der nächste Dank gilt meinen Mann, der mich in meinem Vorhaben unterstützte und sich darum gekümmert hat, dass das Rad in den Koffer gekommen ist und auch wieder richtig zusammengebaut wurde und mich sowohl vor dem Rennen als auch währenddessen super supportet hat.
Soviel zu den Vorbereitungen.
In Nizza erwartete uns schönstes Spätsommerwetter mit knappen 30 Grad, einem herrlich warmen Meer.
Die Damen starteten am Samstag ihr Rennen und ich durfte kurz nach 7 Uhr noch vor Sonnenaufgang mit über 300 Starterinnen meiner Altersklasse W40-44 in das klare leicht wellige Meer eintauchen. Strategisch gut, positionierte ich mich im Mittelfeld um schon einige Athleten vor mir zu haben, um sich besser im Wasser orientieren zu können und dann ging es flott dahin und ich konnte meinen Rhythmus finden und nach 35min in die erste lange Wechselzone laufen.
Dann ging es auf eine 93km lange Radstrecke in der Berge Frankreichs. Von vielen habe ich schon zuvor von der schwierigen Radstrecke mit knapp 1400 Höhenmeter und einem 7km langen Anstieg auf den Col de Vence gehört.
Aber was soll ich sagen, es war einfach nur schön. Mein Ziel war es am Rad nicht zu überpacen, aber ich habe immer darauf gewartet wann es richtig anstrengend wird, die Bergauffahrt bot einem eine wunderschöne Sicht auf Nizza und bergab mit Vernunft, ging es dann die letzten km in die 2te Wechselzone. Diese befand sich direkt am Hafen und unsere Räder wurden in einer Hafenhalle geparkt. Die Woche zuvor konnte ich beim Weinviertler Laufcup in Großkrut mein geplantes Wettkampf Tempo testen und so ging es sogar etwas flotter 2mal die Promenade von Nizza entlang bis zum Flughafen und wieder retour. Immer mit einem Lächeln im Gesicht, weil es dieses Mal einfach von Beginn des Rennens an, einfach wunderschön war und ich schaffte es dieses Mal meinen schnellsten Halbmarathon innerhalb eines Triathlons in 1:38 zu laufen.
Mein Plan ging voll auf und ich konnte nach 5:43 mit einem Zielsprint das Rennen als 30te in meiner Altersklasse jubelnd beenden.
Fazit:
Wer jemals die Möglichkeit hat sich für eine Weltmeísterschaft zu qualifizieren, nützt diese Chance, es ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Nizza selbst ist auch eine Reise wert, die Stadt, der Flair haben mich sehr begeistert und ohne Ironman wäre ich wahrscheinlich nicht hingeflogen.






